Schöpferische Zerstörung, Transformation und der Weg zur Knechtschaft

von Univ.-Prof. Dr. Andre Schmidt

Im aktuellen konjunkturellen Umfeld stehen die Zeichen auf Krise. Niemand erwartet ernsthaft in der jetzigen Situation eine wachsende Güterproduktion, eine Zunahme der Nachfrage nach Dienstleistungen und damit insgesamt eine bessere Verfügbarkeit an Gütern und Dienstleistungen sowie daraus resultierende Steigerungen der Einkommen. Dass Volkswirtschaften krisenhaften Entwicklungen ausgesetzt sind, ist keine neue Erkenntnis. Seit jeher sind wirtschaftliche Entwicklungen von Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivitäten geprägt, was sich allgemein im Konjunkturzyklus widerspiegelt. Diese generellen konjunkturellen Schwankungen sind in der Regel kein Grund zur Besorgnis, denn aus wirtschaftstheoretischer Sicht haben Rezessionen und Rückgänge der wirtschaftlichen Aktivitäten eine bereinigende Wirkung. Ineffiziente Anbieter und Leistungen werden aus dem Markt gedrängt und die Allokation der knappen Ressourcen wird auf die Verwendungen gelenkt, aus den Wohlfahrtsgewinne resultieren. Der österreichische Ökonom Josef Schumpeter beschrieb dies als den Prozess der schöpferischen Zerstörung, aus den kapitalistische bzw. marktliche Systeme ihre Überlegenheit ziehen. Mit anderen Worten, konjunkturelle Krisen sind eine Voraussetzung für die nächsten Phasen prosperierenden wirtschaftlichen Wachstums. Vor diesem Hintergrund müsste sich daher eigentlich niemand ernsthafte Sorgen vor der aktuellen Krise machen, denn diese wäre nur temporär und würde schon bald die Voraussetzungen für das wirtschaftliche Wachstum in der Zukunft schaffen.

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WSH-Telex-2022-09-19.pdf

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