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von Univ.-Prof. Dr. Andre Schmidt

Die ersten beiden Monate des neuen Jahres verliefen an den Finanzmärkten insgesamt enttäuschend. Daran vermochte weder der weitgehend mild verlaufende Winter auf der Nordhalbkugel noch die sich doch als weitgehend harmlos herausstellende Omikron-Variante etwas verändern. An den Börsen geht die Angst um und es gibt mehrere berechtigte Gründe für die Annahme, dass an den Börsen- und Finanzmärkten das Jahr 2022 eher ein enttäuschendes Jahrwerden wird. Mit anderen Worten, es besteht durchaus der Anlass zur Sorge, dass sich der beobachtbare Abwärtstrend in den nächsten Wochen und Monaten noch fortsetzen oder sogar beschleunigen könnte. Es gibt weniger Anlass für eine optimistische Grundhaltung, als vielmehr zu ernsthaften Sorgen. 

Wer wissen möchte, wie es an den Börsen- und Finanzmärkten weitergeht, der muss seinen Blick auf die US-amerikanische Geldpolitik richten. Hier wird in den nächsten Monaten die Schlacht geschlagen, die für das Geschehen an den weltweiten Börsen- und Finanzmärkten in den nächsten Jahren entscheidend sein wird. Der Grund für die relativ schlechte Stimmung an den weltweiten Finanzmärkten ist sehr einfach zu benennen: es sind vor allem die hohen Inflationsraten in den USA. Diese sind nicht, wie die Leitmedien in den USA und Europa den Bürgern glaubhaft machen wollen, direkt auf die Angebotslücken der Corona Pandemie zurückzuführen, sondern sind das Ergebnis einer an ein Perpetuum Mobile glaubende Generation der Vertreter der Modern Monetary Theory. Entsprechend des Leitmotivs, jede Krise lässt sich durch die Schaffung von Geld überwinden, stiegen, trotz der in der USA beobachtbaren Rezession, die verfügbaren Einkommen. Die fehlende Wirtschaftsleistung wurde einfach durch Schaffung von Geld überkompensiert. 

Gleichzeitig ging, aufgrund der steigenden Einkommen in den USA, erstmals in einer Rezession das Arbeitskräfteangebot zurück. Die Folgen sind nun steigende Nachfrage und steigende Löhne, was den Inflationsdruck in den USA immer weiter erhöht.

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WSH-Telex-2022-02-21.pdf

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