Demokratie ohne Rundfunk? Überlegungen zur schleichenden Krise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks 

von Univ.-Prof. Dr. Dr. Professor Boehme-Neßler

Ein echter Skandal erschüttert gerade den Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB). Die Intendantin wurde fristlos entlassen. Gegen sie ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin - unter anderem wegen Betrugs und Untreue. Auch aus anderen Sendern werden immer mehr Problemfälle berichtet. Möglicherweise wächst sich das zu einer Sinn -und Legitimationskrise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland aus. Heftige Kritik und weitreichende Reformvorschläge gibt es schon seit langem. Ist das auch ein Problem für die Demokratie?

Demokratie ist Kommunikation

Im antiken Griechenland trafen sich die Bürger auf der Agora und diskutierten über politische Probleme. Jeder Bürger - nicht aber die Frauen und die Sklaven – durfte mitreden und am Ende mitentscheiden. Ideen und Argumente konkurrierten auf offener Bühne um die Zustimmung der Wähler. Das nannten die Griechen Volksherrschaft, also Demokratie. Die Idee und die Hoffnung: In diesem Wettbewerb setzt sich das beste Argument und die beste Problemlösung durch. Auch wenn Demokratie unendlich viel schwieriger ist, als dieses Grundmodell suggeriert: Im Kern ist Demokratie immer noch Wettbewerb der Ideen und Konfliktlösung durch Kommunikation.

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WSH-Telex-2022-08-29.pdf

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