Mehr Wirtschaftswachstum durch Klimapolitik?

von Univ.-Prof. Dr. Andre Schmidt

Die gegenwärtige Politik ist durch die Existenz von Narrativen gekennzeichnet. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob dieses Narrativ eine realistische Basis besitzt oder nicht. Vielmehr geht es nur darum, Narrative zu kreieren. Wird dieses Narrativ nur oft genug bemüht und wiederholt, so hofft man, dass Medien und Öffentlichkeit dieses Narrativ faktisch anerkennen und somit aus dem Narrativ ein glaubwürdiges Faktum wird. Dies lässt sich sehr gut am Beispiel der Klimaschutzpolitik illustrieren. So sind nicht nur die Ampelkoalitionäre ständig bemüht zu betonen, dass die Klimapolitik eine Form der Wachstumspolitik sei, wodurch das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre vor allem auf der Klimapolitik beruhe.

Ökonomisch lässt sich sehr gut zeigen, dass es sich hierbei nur um ein Narrativ handelt, dass allerdings jeder ökonomischen Grundlage entbehrt. Damit keine Missverständnisse auftreten: es handelt sich hierbei keinesfalls um ein Plädoyer gegen die Politik zur Verhinderung des Klimawandels. Vielmehr soll gezeigt werden, dass das Wachstumsnarrativ der Klimapolitik ökonomisch so nicht haltbar ist.

Wirtschaftswachstum liegt immer dann vor, wenn ein höherer Output an Gütern und Dienstleistungen erzeugt werden kann. Wichtigster Treiber für das Wirtschaftswachstum ist daher entweder der technische Fortschritt, der dafür sorgt, dass mit den bestehenden Ressourcen mehr Güter und Dienstleistungen erzeugt werden können. Gleichzeitig kann Wirtschaftswachstum aber auch durch einen höheren Ressourcenbestand erzeugt werden.

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WSH-Telex-2022-01-17.pdf

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